Was der Meeresspiegel mit der Temperatur zu tun hat

29. September 2013

Wenn es um das Erdklima geht, dann ist oft auch vom Meeresspiegel die Rede. Damit ist kein Spiegel gemeint, in dem man sich anschauen kann. Der Meeresspiegel gibt an, wie hoch das Wasser in den Ozeanen steht.

Der Wasserstand ist natürlich immer unterschiedlich. Er hängt etwa davon ab, ob Ebbe oder Flut ist. Bei Ebbe ist der Meeresspiegel niedriger - bei Flut höher.

Wissenschaftler haben aber festgestellt: In den letzten Jahren ist der Meeresspiegel der Ozeane insgesamt angestiegen. Das heißt: Es ist mehr Wasser in die Meere geflossen. Experten des Weltklimarats stellen am Montag (30.09.) einen langen Bericht ihrer Arbeit vor. Der Weltklimarat ist eine Gruppe von Experten, die seit vielen Jahren Zahlen und Informationen zum Klimawandel sammelt. Am Freitag hatten sie bereits wichtige Ergebnisse ihrer Arbeit verraten.

Aber woher kommt eigentlich das Wasser, das den Meeresspiegel ansteigen lässt? Von den großen Gletschern der Erde, erklärt der Klimaforscher Klaus Grosfeld. Die gibt es zum Beispiel in den Alpen oder auf Grönland. Das Eis dieser Gletscher schmilzt. Das hat auch damit zu tun, dass es auf der Erde wärmer geworden ist. Schaut man sich die Erde insgesamt an, handelt es sich dabei nur um sehr geringe Temperatur-Anstiege von nicht einmal einem Grad Celsius.

Das klingt nach wenig. Für die Erde aber hat das gewaltige Folgen. Das Gletscher-Eis schmilzt und wird zu Wasser. Dieses Wasser fließt in Ozeane. Oder in Flüsse, die wiederum in Ozeane fließen. Dadurch steigt der Meeresspiegel.

Die Erd-Erwärmung hat noch eine Folge: Sie führt dazu, dass das Wasser der Ozeane sich auch erwärmt. Und warmes Wasser dehnt sich aus. Das ist ein physikalischer Prozess, erklärt der Experte.

Für viele Menschen und Tiere kann der Anstieg des Meeresspiegels schlimme Folgen haben. «Die ganzen Küstenregionen sind bedroht», sagt Klaus Grosfeld. Denn flaches Land wird häufiger überschwemmt. Dort müssen zum Beispiel Deiche gebaut werden. Wo das nicht möglich ist, weil die Menschen etwa nicht genug Geld haben, müssten die Bewohner auch wegziehen.

Besonders flache Inseln könnten durch den Anstieg des Meeresspiegels sogar komplett überschwemmt werden, sagt Klaus Grosfeld. Dazu zählen zum Beispiel auch die Malediven im Indischen Ozean.

dpa.

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