Sandkern, Tonschicht und Schafe - Was man für einen Deich braucht

29. August 2012

Wieder einmal zieht ein gefährlicher Sturm über Teile der USA. Viele Menschen hoffen bei solchen Stürmen nur, dass die Deiche halten. Diese besonderen Hügel werden gebaut, um Menschen zu schützen.

Wenn du schon mal am Meer warst, hast du sie vielleicht gesehen: Deiche. Das sind diese großen Hügel, die sich oft an einer Küste entlangziehen. Sie sollen das Wasser abhalten, das ein Sturm oder eine Flut ins Land spült. «Im Inneren eines Deichs steckt ein Sandkern», erklärt Deich-Experte Peter Fröhle. Das ist ein Haufen Sand, der hoch aufgeschüttet wird. Darüber kommt eine Schicht eines Materials, das das Wasser nicht durchlässt. So ein Material ist zum Beispiel Ton.

«Damit Wasser oder Wind diese Erde nicht so schnell wegspülen, wird oben drauf oft Gras gepflanzt», erklärt der Experte. In Gegenden wo es oft Wirbelstürme gibt, nimmt man oft Beton oder Steine - statt Gras. So sind die Deiche noch kräftiger. Denn Wirbelstürme entwickeln eine enorme Kraft, und können schneller mal einen Deich einreißen.

Am Meer werden Deiche so aufgebaut, dass die Meer-Seite ganz flach ins Wasser hinein führt. So hält es der Deich besser aus, wenn mal Wellen heftig dagegenschlagen. Auf beiden Seiten eines Deiches verlaufen Wege. «So kommt man auch im Notfall an den Deich, und kann ihn zum Beispiel mit Sandsäcken verstärken», sagt der Experte.

Damit die Deiche aber dauerhaft in Schuss bleiben, haben Deiche in Deutschland oft besondere Deichpfleger: Schafe. «Schafe halten das Gras kurz und treten beim Herumlaufen auch Erdlöcher von Mäusen oder Kaninchen zu», erklärt der Experte. Denn durch solche Löcher könnte Wasser in den Deich kommen, und ihn auf Dauer kaputt machen. Außerdem überprüfen Deich-Experten regelmäßig, ob die Deiche in Ordnung sind. Wenn nicht, wird geflickt.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2020
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG