Rückkehr der Störe

01. November 2012

Ein Krabbenfischer hat kürzlich einen ganz besonderen Fang gemacht: Im Wattenmeer fing er einen Stör. Diese Urzeit-Fische sind dort praktisch ausgestorben. Wissenschaftler hoffen aber, dass die Europäischen Störe bald wieder in die Nordsee zurückkehren.

Dabei helfen sie kräftig mit: Sie züchten die Störe in Gefangenschaft und wildern sie dann wieder aus.

Auch der jetzt gefangene Stör stammt aus so einem Auswilderungsprojekt. Das wissen die Forscher, weil der Stör mit einer Nummer markiert war: 07816. Die Nummer verrät den Wissenschaftlern, dass der Stör am 2. Oktober zusammen mit vielen Artgenossen in einem kleinen Fluss in Schleswig-Holstein ausgesetzt wurde. Dem Fisch ist übrigens nichts passiert. Fachleute untersuchten ihn und setzten sie ihn gleich wieder aus.

Störe sind eine uralte Familie der Fische. Es sind Wanderfische. Sie leben im Meer, wandern aber zum Laichen in Flüsse. Noch vor 100 Jahren waren Störe bei uns weit verbreitet. Durch Überfischung wurden sie in einigen Regionen komplett ausgerottet. Vom Europäischen Stör gibt es nur noch in Frankreich ein paar Hundert Tiere. Zumindest bisher. Vielleicht sind die Störe aber auch bei uns bald wieder zu Hause.

dpa.

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