Forscher untersuchen Skelett aus der Steinzeit

05. März 2014

Tausende Jahre lag das Skelett unbemerkt in der Erde. Dort, wo heute das Land Brandenburg liegt. Dann war es mit der Ruhe vorbei.

Bei Grabungen im Jahr 2008 entdeckten Forscher die Knochen - und ihre Neugier war geweckt. Wer ist der Tote? Wie alt ist er? In welcher Zeit lebte er?

Schnell vermuteten die Forscher, dass sie etwas ganz Besonderes vor sich haben. Denn das Skelett war komplett mit rotem Ockersand bedeckt. So bestatten die Menschen in der Steinzeit ihre Toten. Und tatsächlich zeigte eine erste Untersuchung, dass das Skelett mehr als 7000 Jahre alt ist. Der Mensch hatte also tatsächlich in der Steinzeit gelebt! Solche Grabfunde sind in der Region Brandenburg sehr selten.

In dem Grab fanden die Wissenschaftler auch noch Werkzeuge aus Feuerstein und Zähne von Rothirschen. Um nichts zu zerstören, hoben sie das Skelett in einem Block aus der Erde. Dann brachten sie es ins Landesamt für Brandenburgische Denkmalpflege. Dort im Labor begannen sie, die Knochen vorsichtig aus dem festen Sand zu befreien - mit Holz-Spateln, Pinseln und Zahnstochern. Sie sind noch nicht fertig, aber das Skelett ist schon gut zu erkennen. Am Mittwoch stellten sie es Reportern und anderen Wissenschaftlern vor.

Jetzt wollen sie viele weitere Untersuchungen machen. Zum Beispiel wollen sie herausfinden, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Und sie wollen mehr darüber erfahren, wie die Menschen in der Steinzeit lebten.

Einige zogen damals noch als Jäger und Sammler umher. Andere Gruppen begannen schon Häuser zu bauen und Landwirtschaft zu betreiben. Ob die unterschiedlichen Gruppen sich kannten, ob sie sich mochten oder bekämpften - darüber wissen Fachleute bisher nur wenig.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2020
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG