Flamingos: Tanzend ans Futter

01. Mai 2012

Ziemlich krumm ist er, der Schnabel der Flamingos. Doch er sieht nicht nur besonders aus - er kann auch eine ganze Menge.

Wenn die Tiere fressen, dann halten sie den geöffneten Schnabel mit der Oberseite nach unten in Seen und Flüsse. Dabei ziehen sie die Zunge ratzfatz nach hinten. Dadurch entsteht ein Unterdruck, genau wie bei einem Staubsauger: Wasser wird in den Schnabel eingesaugt. Und dann stoßen sie die Zunge wieder nach vorne: Das Wasser wird herausgepresst. Der Kniff dabei: Im Schnabel gibt es eine Art feines Netz, in dem bleibt die Beute hängen.

Die Großen Flamingos finden ihre Nahrung vor allem auf dem Boden von Seen und Flüssen. Weil da sehr viel Schlamm ist, haben sie einen Trick: «Sie trampeln auf der Stelle und drehen sich dabei im Kreis», erzählt eine Flamingo-Forscherin. «So wühlen sie den Schlamm auf und wirbeln auf dem Boden lebende kleine Wassertierchen hoch.» Wenn die Seen in heißen Gegenden im Sommer dann trocken sind, kann man überall im Schlamm Kreise erkennen. Die haben die Flamingos bei ihrem Futter-Tanz hinterlassen.

Um von so kleinen Pflanzen und Tierchen satt zu werden, müssen Flamingos ganz schön lange fressen: Bis zu 18 Stunden am Tag verbringen sie damit, ihr Essen aus dem Wasser zu filtern.

dpa.

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