Ein Mann pflanzt einen Dschungel

06. Dezember 2013

Ein Beet bepflanzen, das kann jeder. Aber einen ganzen Urwald anlegen? Mit Bambus, Gras und Bäumen? Ein Mann in Indien hat das getan. Er heißt Jadav Payeng. Auf einer Sandbank in einem Fluss, in der Nähe seines Hauses, pflanzte er den Dschungel. Warum er das tat?

Vor mehr als 30 Jahren wurden bei Überschwemmungen viele Schlangen auf die Sandbank gespült. Die Tiere fanden aber keinen Schutz vor der Sonne. Weil es keine Bäume gab, unter denen sie sich verstecken konnten. Hunderte Schlangen starben. Jadav Payeng hat das sehr traurig gemacht. Da beschloss er, Pflanzen und Bäume zu pflanzen.

Von seinem Volk - dem Volk der Mising - bekam er Samen für Elefanten-Gras und Bambus. Das pflanzte Jadav am Ufer des Flusses. Dann lebte er viele Jahre auf der Insel, pflanzte Bäume und beschnitt sie. Außerdem schaffte er auch Rote Ameisen heran. Denn die Tiere sollen den Boden fruchtbarer machen.

Heute wächst nun auf der Insel ein Dschungel - in den viele wilde Tiere kommen. Zum Beispiel Tiger und Nashörner, Hirsche, Kaninchen und Affen, Schlangen, Leoparden, Büffel und viele Vogel-Arten. Auch Elefanten schwammen schon herüber, um Gras zu fressen.

Der Dschungel hat Jadav Payeng viel Arbeit gemacht. Trotzdem will er noch einen Dschungel anlegen, sagt er. Er hat auch schon damit begonnen - auf einer anderen Sandbank. Jadav Payengs Spitzname passt daher auch sehr gut: In Indien nennen ihn die Leute Waldmann.

dpa.

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