Der Streit um Tierversuche

22. November 2013

Über das Thema Tierversuche können Menschen stundenlang streiten - und manchmal auch richtig wütend werden. Viele Leute wollen nicht, dass Tiere leiden.

Andere aber sagen: Tierversuche sind notwendig. Viele neue Medikamente könnte man ohne sie gar nicht finden und testen.

Forscher machen Tierversuche aber auch dann, wenn sie etwas über den Menschen herausfinden wollen. Wie funktioniert das Gehirn? Welche Stoffe machen das Herz krank? Was braucht ein gesunder Knochen? Das nennen Experten Grundlagen-Forschung. Solche Tests werden oft an Mäusen und Ratten gemacht. «Mäuse und Ratten sehen natürlich ganz anders aus als wir. Aber bestimmte Dinge im Körper funktionieren bei ihnen sehr ähnlich wie bei Menschen», erklärt der Forscher Gilbert Schönfelder. Ohne Grundlagen-Forschung wüsste man etwa viel weniger darüber, wie wir Menschen funktionieren.

Tierschützer sagen aber zum Beispiel: Tiere dürfen nicht im Namen der Forschung leiden und sterben. «Wir vom Tierschutz-Bund sind nicht gegen Forschung allgemein. Wir wollen auch, dass Krankheiten bei Menschen geheilt werden», sagt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund. Er sagt aber auch: «Es tauchen immer wieder Nebenwirkungen bei Medikamenten auf, die man bei Tieren nicht beobachtet hat.» Tierversuche seien also der falsche Weg, gute Forschung zu machen.

Tierschützer finden außerdem, dass Tiere oft unnötig leiden. Etwa weil die Forscher keine guten Versuche machen. Das Ziel der Tierschützer ist also, Tierversuche abzuschaffen. «Wir wissen aber natürlich, dass dies noch ein sehr weiter Weg ist. Und sich nicht von heute auf morgen umsetzen lässt», sagt Marius Tünte.

dpa.

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