Biberdamm? Nur wenn's sein muss!

05. Juni 2012

Puh, ist das anstrengend! Könnte der Biber sprechen, würde er das wohl sagen, wenn er einen Damm baut. Deshalb machen die Tiere das nur, wenn es unbedingt sein muss. «Der Biber braucht zum Leben auf jeden Fall Wasser», sagt Anke Willharms.

Und damit er da gut zurecht kommt, muss das Wasser eine bestimmte Höhe haben: Es muss mindestens etwa 80 Zentimeter hoch sein. Einem Erwachsenen würde das Wasser damit nicht ganz bis zur Hüfte reichen. Denn nur wenn das Wasser hoch genug ist, kann der Biber richtig gut schwimmen und der Eingang zu seinem Bau liegt unter Wasser. Das ist wichtig. So haben es dann nämlich viele Feinde schwerer, dort hineinzukommen.

Aber das Wasser muss noch aus einem anderen Grund eine bestimmte Tiefe haben: Im Winter darf es nicht komplett bis auf den Boden zufrieren. «Die Biber halten keinen Winterschlaf. Sie schwimmen auch im Winter aus ihrem Bau, um zu fressen», sagt Anke Willharms. Das Futter für den Winter lagern sie unter Wasser. Wenn das Wasser nun ganz zufriert, dann können die Biber nicht mehr herausschwimmen.

«Wenn das Wasser zu niedrig ist, fangen die Tiere an, einen Staudamm zu bauen», erklärt die Expertin. So stauen sie das Wasser langsam auf, bis das Wasser die richtige Tiefe hat. Oft bilden sich dabei kleine Seen.

dpa.

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