Beim Lesen arbeiten Augen und Gehirn zusammen

11. Dezember 2012

«Schön, dass du das hier liest!» Diesen Satz konntest du vermutlich leicht lesen, oder? Das hast du deinen Augen und deinem Gehirn zu verdanken. Denn die beiden arbeiten beim Lesen zusammen. Und zwar so:

Nehmen wir an, auf einem Blatt Papier steht das Wort «Apfel». Nun kommen deine Augen zum Einsatz. Sie sind so etwas wie ein Fotoapparat und machen von dem Wort eine Foto. «Dieses Foto wird im Auge abgebildet - und zwar an einem Ort, der Netzhaut heißt», erklärt Experte Hans-Otto Karnath. Von der Netzhaut aus wandern die Infos weiter in dein Gehirn. Dabei helfen winzig kleine Zellen und Signale.

Dein Gehirn ist aufgeteilt - in eine linke Gehirnhälfte und in eine rechte. Der Ort, an dem du Sprache verarbeiten kannst, ist in der linken Gehirnhälfte. «Also muss alle Info erst mal dort hinwandern, ins Sprachzentrum», erklärt der Experte. Denn die Infos landen zuerst in beiden Gehirnhälften.

Dein Sprachzentrum hat nun Zugriff auf viele Wörter. Du kannst dir das vorstellen, als würdest du an ein Bücherregal gehen - und dort nach einem bestimmten Buch schauen. «Wir Menschen haben irgendwann mal gelernt, das Wort "Apfel" zu sehen - und dazu haben wir die Bedeutung des Wortes abgespeichert.» Also dass ein Apfel ein rundes Obst ist, mal grün oder rot.

So ist das auch mit anderen Wörtern. Deshalb können wir auch ganze Sätze lesen und verstehen. Etwa: Der Apfel liegt auf dem Boden. Eine tolle Leistung, die unsere Augen und das Gehirn beim Lesen zusammen meistern!

dpa.

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