Ballons zur Wettervorhersage

03. Juni 2012

Ein weißer Ballon steigt rasch zum Himmel auf. Darunter hängt an einem langen Seil eine Schachtel. Darin stecken empfindliche Messgeräte. Sie helfen Forschern, das Wetter vorherzusagen.

Einen neuen Startplatz für diese Wetterballons gibt es seit kurzem auf der Insel Norderney in der Nordsee.

Das Ganze funktioniert so: Die Ballons sind mit einem leichten Gas gefüllt und steigen deshalb schnell nach oben. In einer Stunde erreichen sie eine Höhe von 35 Kilometern. Das ist viel höher, als normale Flugzeuge fliegen. Während des Aufstiegs messen in der Schachtel mehrere Sensoren: Wie warm die Luft gerade ist, wie feucht sie ist, wie hoch der Luftdruck ist. Außerdem verraten die Ballons, wie schnell der Wind weht und aus welcher Richtung.

Diese Daten funkt ein Sender ständig an eine Bodenstation. Ein Computer errechnet dann aus den Informationen, wie das Wetter bei uns wird. Denn solche Ballons starten in Deutschland nicht nur an einem Ort, sondern an neun verschiedenen Stationen. An jeder davon zweimal pro Tag: einmal mittags und einmal nachts. Weltweit gibt es sogar 700 solche Stationen. An jeder davon starten die Ballons gleichzeitig.

Das ist zwar alles ziemlich aufwendig. Aber dieses System funktioniert sehr genau - viel besser als Messungen mit Satelliten. Denn viele Satelliten kreisen in 800 Kilometern Höhe, andere sogar Tausende Kilometer hoch über der Erde. Aus dieser Entfernung lassen sich Temperatur, Feuchtigkeit oder Luftdruck nicht so gut messen.

dpa.

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