Weltraumschrott knallt auf die Erde

23. September 2011

Die Menschen machen nicht nur auf der Erde massenhaft Müll. Auch im All schwebt schon jede Menge herum: Reste von Raketen und Satelliten, die kaputt sind oder einfach alt. Ein Teil sollte in der Nacht zum Samstag aus dem All auf die Erde rauschen. Das Gerät ist etwa so groß wie ein Schulbus.

Der Satellit UARS gehört der Raumfahrtbehörde Nasa in den USA. Er hat seit 1991 die Lufthülle der Erde erforscht. Irgendwann war aber der Treibstoff alle. Seither sank UARS langsam der Erde entgegen - bis zum Absturz.

Weltraumschrott zerbricht und verglüht zum Teil, wenn er durch die Lufthülle rast. Etwa 20 kleinere Stücke von UARS sollten aber auf den Boden knallen. Und das vielleicht auch in Europa.

Die Gefahr für Menschen war aber sehr klein. In den vergangenen Jahren ist schon viel Weltraumschrott abgestürzt. «Von all den Objekten, die wieder eingetreten sind, ist bisher niemand auf der Erde verletzt worden», sagte am Freitag ein Raumfahrt-Experte.

Manche Leute können sich vielleicht darüber freuen, ein paar Sternschnuppen mehr beobachtet zu haben. Sie haben dann gesehen, wie Teile von UARS verglühen.

Wer genau hinguckt, kann solche falschen Sternschnuppen übrigens ganz gut von echten unterscheiden: «Weltraumschrott fliegt deutlich langsamer», sagt ein Experte.

Echte Sternschnuppen entstehen, wenn zum Beispiel meist Staubkörner, kleine Metallstücke oder Gesteinskörner verglühen. Sie sausen viel schneller über den Himmel als Weltraumschrott.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2020
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG