Was wäre, wenn ein Regenwurm sprechen könnte?

05. Dezember 2011

Er kringelt sich durchs Erdreich: der Regenwurm. Aber was würde er uns eigentlich erzählen, wenn er sprechen könnte? Wir haben mal aufgeschrieben, wie ein Gespräch mit einem Regenwurm aussehen könnte.

Was treiben Sie so den lieben langen Tag?

Ronny Regenwurm: «Eigentlich lebe ich im Schlaraffenland: Ich fresse mich fast rund um die Uhr durch die Gegend. Tief im Erdreich muss ich mir ja meine Wege selbst graben - nein, ich meine: fressen. Nur ab und zu brauche ich ein bisschen Pause, vor allem im Winter. Da bin ich nicht so aktiv.»

Wo fühlen Sie sich am wohlsten?

Ronny Regenwurm: «Ich sage immer: nicht zu trocken, nicht zu nass. Weil ich so viel fresse, brauche ich auch viel zu trinken. Was ich nämlich nicht verdauen kann, pupse ich wieder aus - und das geht mit Flüssigkeit besser. Bei zu viel Wasser hingegen wird's schwierig mit dem Atmen. Am liebsten ist mir so ein Komposthaufen mit Pflanzen-Resten - da muss ich mich nicht groß anstrengen, um an was Leckeres zu kommen.»

Warum heißen Sie denn eigentlich Regenwurm?

Ronny Regenwurm: «Tja, das weiß ich auch nicht so genau. Manche Leute denken, das kommt eigentlich von dem Ausdruck «reger Wurm» - weil ich ja praktisch die ganze Zeit aktiv bin. Andere Menschen behaupten, den Namen habe ich, weil ich bei Regen aus der Erde krieche.»

Warum kommen Sie denn bei Regen raus?

Ronny Regenwurm: «Sicher nicht, weil ich mich so wohlfühle, wenn's zu nass ist! Könnte auch sein, dass ich da ein bisschen ängstlich bin. Wenn die Tropfen auf den Boden prasseln, kann sich das manchmal so anhören wie ein Maulwurf, der sich an mich heranbuddelt. Und der zählt ja zu meinen größten Feinden. Dann heißt's: Raus aus dem Boden! Denn dort krieche ich ihm bestimmt nicht über den Weg.»

Noch ein Aufruf an die Menschen?

Ronny Regenwurm: «Lasst das Laub im Garten liegen! Ich ziehe die Blätter dann unter die Erde. Bakterien und Pilze tun ihre Arbeit und zersetzen das Laub in Mini-Teilchen. Irgendwann komme ich wieder angekrochen und verteile diese Laubreste in der Erde. Daraus können dann neue Pflanzen ihre Nahrung ziehen. Mit mir als Untermieter im Boden blüht jeder Garten auf! Ohne angeben zu wollen: Ich bin da besser als jeder Kunstdünger.»

dpa.

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