So wirft der Baum seine Blätter ab

21. Oktober 2011

Whuuu, whuuu..., der Wind saust durch die Wälder. Er reißt im Herbst die Blätter von den Bäumen. Irgendwann bedeckt dann ein dicker Laubteppich den Boden. Doch nicht nur der Wind lässt die Blätter von den Ästen fallen - der Baum sorgt auch selbst dafür.

Zuerst wächst zwischen dem Ast und dem Ende des Blattstiels eine Schicht aus vielen kleinen Zellen. Dann zerstören bestimmte Stoffe des Baums diese Zellen. So entsteht eine Bruch-Schicht. Das Gewicht der Blätter und der Wind sorgen dann dafür, dass es dort endgültig «Knack» macht.

Die Stelle, wo der Stiel abgerissen wird, wäre eigentlich wie eine kleine offene Wunde. Doch auch darauf bereitet sich der Baum vor: Bevor das Blatt abfällt, bildet sich auf der Bruch-Seite des Astes eine Schicht aus Kork. Diese Narbe verhindert nach dem Blattfall, dass schädliche Stoffe in den Ast eindringen.

Das Abwerfen der Blätter hat übrigens einen wichtigen Zweck: Es soll verhindern, dass der Baum vertrocknet. Denn durch die Blätter verdunstet viel Wasser. Im Sommer können Bäume durch die Wurzeln neues Wasser aus dem Boden ziehen. Im Winter klappt dieser Nachschub nicht so gut - denn das Wasser im Boden ist oft gefroren. Indem der Baum also seine Blätter abwirft, verbraucht er viel weniger Wasser.

dpa.

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