Milder Winter lässt Vögel zwitschern

05. Januar 2012

Man könnte meinen, das milde Wetter macht Vögeln gute Laune. Mit etwas Glück hört man morgens Meisen, Amseln oder Rotkehlchen zwitschern - und das mitten im Winter. Denn auch wenn es teilweise schneit, ist es bei uns ziemlich warm für die Jahreszeit.

Die Vögel merken, dass die Tage wieder länger werden, erklärt ein Experte. Ist es dann noch recht mild, fangen viele Männchen schon an zu singen. «Damit wollen sie ihr Revier markieren», sagt Alf Pille. «Das heißt: "Ich bin hier der Chef. Mädels, kommt zu mir!"».

Der warme Winter bedeutet für die Tiere auch: Die Vögel finden in der Natur noch genug zu fressen. Zum Beispiel Samen von Gräsern oder Früchte von Bäumen. Und weil es so viel Futter gibt, verbringen auch manche Zugvögel den Winter in Deutschland. Viele Stare sind zum Beispiel noch bei uns. Nur wenn es richtig kalt wird, machen sie sich auf den anstrengenden Weg nach Süden.

Und weil es auch im Norden und Osten von Europa mild ist, bleiben manche Vögel aus, die sonst den Winter bei uns verbringen. Zum Beispiel die Bergfinken. Die kommen im Winter aus Skandinavien in gewaltigen Schwärmen zu uns. Aber scheinbar nur dann, wenn es richtig kalt wird.

dpa.

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