Blauer Himmel, rote Nasen: «Hochs» sorgen im Winter für Kälte

30. Januar 2012

«Ein "Hoch" liegt über Deutschland» - so oder so ähnlich heißt es oft in den Wetter-Nachrichten. Im Sommer bedeutet das häufig: Ab ins Schwimmbad. Denn bei dieser Wetterlage scheint meist die Sonne, der Himmel ist blau und klar und es regnet nicht. Und im Winter?

Auch da sorgen Hochdruckgebiete meist für Sonnenschein. Spaziergänger bekommen allerdings unter dem blauem Himmel schnell mal frostig-rote Nasen. Denn trotz des Sonnenscheins ist es bei einem Hoch im Winter oft bitterkalt.

Warum, das erklärt der Wetter-Fachmann Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst: In einem Hochdruckgebiet sinkt feuchte Luft aus der Höhe nach unten. Dabei wird sie trockener. Wassertröpfchen, die sich zu Wolken zusammenlagern könnten, verdampfen. Der Himmel bleibt wolkenfrei und klar. Doch ohne Wolkendecke entweicht in den langen Nächten das bisschen Wärme, das tagsüber von der Sonne kommt. Die Wärme entschwindet einfach in den Weltraum. Die Sonne hat im Winter nur wenig Kraft. Und so wird es im Hochdruckgebiet von Tag zu Tag kälter und kälter.

Wenn ein «Tief» heranzieht - also ein Tiefdruckgebiet - wird es meist wieder wärmer. Dann passiert nämlich genau das Gegenteil: Die Luft steigt von unten nach oben. Sie wird dabei feuchter, bis sich schließlich Wolken bilden. Dann kann es regnen oder schneien. Und die Wolken halten auch die Wärme auf der Erde zurück.

dpa.

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