Jurassic Park

01. April 2009

Im berühmten Kino-Film über Dinos, in «Jurassic Park», war alles ganz einfach: In der Jurazeit, irgendwann vor 200 bis 145 Millionen Jahren, sticht eine Mücke einen Dinosaurier. Sie saugt aus ihm ein wenig Blut heraus. Später wird diese Mücke in Baumharz eingeschlossen - so haben es sich die Geschichtenerzähler ausgedacht. Aus dem Harz wird Bernstein, und die Mücke mit dem Dinoblut ist darin sozusagen einschweißt.

In der heutigen Zeit finden Wissenschaftler diese Mücke. Sie entnehmen ihr das Dinoblut. Und vervielfältigen die im Blut enthaltene Erbsubstanz des Sauriers. Im Film wird es dadurch richtig spannend: Weil diese Erbsubstanz alle Informationen über das Tier enthält, können die Wissenschaftler einen neuen Dinosaurier schaffen.

Wäre das auch in echt möglich? Ganz so einfach wie im Film ist das in Wirklichkeit nicht. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sich Erbsubstanz - so genannte DNS - so lange gut hält. Selbst im Tiefgefrierfach würde sie spätestens nach ein paar tausend Jahren zerfallen. Ein bisschen Hoffnung haben die Forscher trotzdem. Kürzlich fanden sie zum Beispiel gut erhaltene Adern von einem Tyrannosaurus rex. Nun wird untersucht, ob darin auch noch DNS übrig ist.

Bisher sind die ältesten bekannten DNS-Teile 600 000 Jahre alt. Sie stammen von Bakterien. Diese lebten einst im eiskalten Boden Sibiriens. Allerdings handelt es sich dabei um winzige Bruch-Stücke, aus denen man kein ganzes Lebewesen erschaffen könnte. So wäre das sicher auch beim T. rex. Also: Die Dinos kommen nicht als Tiere aus dem Labor zurück!

dpa.

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