Manche Kinder dürfen kein Schweinefleisch essen

30. Januar 2013

Manche Kinder können beim Mittagessen in der Schulmensa nicht einfach zugreifen. Denn in den Gerichten sind manchmal Zutaten, die sie nicht essen dürfen. Der Grund ist ihre Religion: Die hat klare Regeln, was man essen darf und was nicht.

Der Islam verbietet es zum Beispiel, Schweinefleisch zu essen. Und im Judentum darf Fleisch nicht zusammen mit Milch oder Sahne gegessen werden. «Das ist dort klar vorgeschrieben und gehört zum Glauben dazu», erklärt eine Fachfrau.

Die Anhänger des Islams heißen Muslime. Muslimische Kinder haben in Deutschland beim Mittagessen an Schulen manchmal ein Problem. Zum Beispiel wenn es nur Schnitzel aus Schweinefleisch gibt. «Bisher achten nur sehr wenige Schulen auf die Regeln», sagt die Expertin.

Sie hat zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine Art Ratgeber zu den Essens-Regeln großer Religionen geschrieben. Am Mittwoch stellten sie das Fachbuch vor. Damit wollen sie Schulen dabei helfen, das Mittagessen so zuzubereiten, dass alle Schüler davon essen können.

Zum Beispiel muss immer klar sein, welches Fleisch verwendet wird. Manchmal kann es auch helfen, Hähnchenfleisch und Sahnesoße getrennt zu servieren. Denn dann können Juden die Soße einfach weglassen.

Es gibt aber auch einen Nachteil: Wenn man all diese Regeln beachtet, wird das Essen an den Schulen nach Meinung der Experten etwas teurer. Aber dafür könnten eben alle Kinder zugreifen.

dpa.

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