Junge Wählerin Annika: «Ich finde, es ist wichtig, wählen zu gehen»

11. September 2013

Das erste Mal mitentscheiden, wer in Deutschland die Politik bestimmt: Das erleben Erstwähler, wenn sie am 22. September zwei Kreuzchen bei der Bundestagswahl setzen. Damit wählen sie eine Partei und einen Politiker für den Bundestag in Berlin. Annika aus der Nähe von Rostock will auf jeden Fall wählen gehen.

Rostock liegt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Den dpa-Nachrichten für Kinder erzählt die 18-Jährige, warum sie wählen will. Und wie ihr die Plakate der Parteien gefallen.

Hast du Lust, wählen zu gehen?

Annika: «Auf jeden Fall. Ich freue mich drauf.»

Warum?

Annika: «Weil ich damit alle Rechte ausnutzen kann, die ich als 18-Jährige habe.»

Habt ihr in der Familie darüber gesprochen?

Annika: «Ja, haben wir und im Freundeskreis auch. Wir haben darüber gesprochen, welche Partei wir wählen würden und warum.»

Weißt du, wie wählen geht?

Annika: «Klar. Ich habe schon mal mit 16 gewählt, und zwar den Bürgermeister, bei der Kommunalwahl. In unserem Bundesland geht das nämlich. Außerdem bin ich als Kind mit meinen Eltern mit in die Wahlkabine gegangen.»

Wen wirst du denn wählen?

Annika: «Das möchte ich nicht verraten. Schließlich ist so eine Wahl geheim.»

Wie gefallen dir die Wahlplakate der Parteien?

Annika: «Unterschiedlich. Zum Teil versteht man sie nicht. Andere finde ich ganz witzig - zum Beispiel die von den Grünen und von den Piraten.»

Was findest du daran witzig?

Annika: «Auf einem sieht man zum Beispiel einen Mann und im Hintergrund eine Parkbank. Auf dem Plakat steht "Mensch vor Bank". Ich denke, das soll sagen, dass die Menschen wichtiger sein sollen, als das Geld und die Banken. Bank und Bank - das ist ein Teekesselchen - also ein Wort mit zwei Bedeutungen. Das finde ich witzig.»

Hast du darüber nachgedacht, nicht wählen zu gehen?

Annika: «Nein, habe ich nicht.»

Kennst du Leute, die nicht wählen gehen?

Annika: «Ja, kenne ich.»

Wie findest du das?

Annika: «Doof. Ich finde, es ist wichtig, wählen zu gehen. Wenn man die Möglichkeit hat mitzuentscheiden, dann sollte man das auch tun.»

Interview: Susanne Goldstein, dpa

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