Gänsebraten mit Knödel

08. November 2013

Viele Menschen verehrten den heiligen Martin früher so sehr, dass viele Kirchen nach ihm benannt wurden. Aber auch Orte wie zum Beispiel Sankt Martin in der Pfalz tragen den Namen des Mannes. Das liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz.

In dieser Gemeinde steht auch eine Kirche mit dem Namen Sankt Martin. In dem Ort treffen sich viele Leute aus der Umgebung oft um den Martinstag herum, um Gänsebraten zu essen. Das ist ein alter Brauch - auch in vielen anderen Gegenden. Wieso?

Eine Erklärung geht so: Früher mussten viele Bauern für ihr Land regelmäßig etwas bezahlen. Das nannte man Pacht oder Zins. Und am Martinstag war so eine Gebühr fällig. Um diese Zeit waren die Gänse groß und konnten geschlachtet werden. Deshalb bezahlten Bauern mit den Tieren. Oder sie verkauften das Geflügel auf dem Markt, damit sie Geld für die Pacht hatten.

Da gläubige Menschen früher nach dem Martinstag bis Weihnachten fasteten, war ein Gänsebraten vorher genau die richtige Stärkung. Denn in der Fastenzeit durfte kein Fleisch mehr gegessen werden. Heute fasten die Leute zwar nicht mehr, aber einen leckeren Gänsebraten mit Knödeln und Rotkraut mögen viele immer noch.

dpa.

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