Wie Sebastian aus Athen das EM-Spiel schaut

21. Juni 2012

Wenn Deutschland am Freitag gegen Griechenland kickt, ist Sebastian Lickert das Ergebnis fast egal. Der Zwölfjährige mag nämlich beide Länder. Denn er ist Halbgrieche. Sein Vater ist Deutscher und seine Mutter Griechin.

Uns erzählt Sebastian in Athen, wie er sich das Spiel anschauen wird.

Wo wirst du das Spiel gucken und mit wem?

Sebastian: «Ich schau das Spiel bei meinem Vater, der hat eine deutsche Kneipe in Athen. Die heißt "München" und da gibt es Würstel und Bier. Da kommen viele Deutsche zum Fußballschauen, aber auch Griechen. Da wird viel los sein.»

Schminkst du dich für das Spiel? Oder ziehst du ein Trikot an?

Sebastian: «Schminken tu ich mich nicht, aber ich werde ein besonderes T-Shirt anziehen. Da ist eine griechische Flagge drauf und eine deutsche, und es steht Deutschland und Griechenland drauf. Die Shirts hat mein Vater extra für das Spiel machen lassen.»

Wer soll gewinnen?

Sebastian: «Ich will, dass Deutschland gewinnt. Aber es ist super für mich: Wenn Griechenland gewinnt, dann freue ich mich auch. Denn ich bin ja auch Halbgrieche.»

Wie wichtig ist die EM für Dich?

Sebastian: «Nicht so wichtig, aber ich finde es lustig.»

Was weißt du über die deutsche Mannschaft?

Sebastian: «Ich kenne mich da nicht so gut aus, auch die Spieler kenne ich nicht.»

Hast du ein Problem, wenn du zu deinen griechischen Freunden sagst, du bist für Deutschland?

Sebastian: «Ich gehe auf eine griechische Schule. Ein, zwei, drei Leute sagen vielleicht was dagegen. Aber es ist nicht so schlimm. Ich habe da keine Probleme.»

Interview: Annette Reuther

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