Warum ein Auto kostet, was es kostet

27. Juli 2012

Dicke Luft zwischen zwei großen Autoherstellern: Das Unternehmen Fiat aus Italien und der deutsche Konzern VW sticheln gegeneinander. VW verkaufe seine Autos zu billig, schimpfte der Chef von Fiat. Und VW keifte zurück. Ein Experte erklärt, wie der Preis für ein Auto überhaupt entsteht:

Angenommen, deine Eltern kaufen beim Händler ein Auto für 25 000 Euro. Davon geht ein ziemlicher Batzen sofort an den Staat: die Mehrwertsteuer. Die Abgabe macht etwa 4000 Euro aus. Und fast genauso viel verdient der Händler, der das Auto verkauft. Der Hersteller bekommt dann also noch etwa 17 000 Euro für sein Fahrzeug. Davon bezahlt er eine Menge: zum Beispiel die Kosten für Werbung, also Prospekte oder Anzeigen und Filme in Zeitschriften und im Fernsehen.

Der Bau des Autos kostet den Hersteller selbst etwa 15 000 Euro, sagt der Experte. Den größten Teil davon, etwa 9000 Euro, löhnt das Unternehmen für das Material: also für die Motorteile, die Sitze, die Karosserie oder die Armaturen. Denn viele Teile kaufen die Hersteller von anderen Unternehmen - den Zulieferfirmen. Eine ziemliche Stange Geld zahlen die Hersteller auch für den Bau des Autos. Dazu gehören zum Beispiel die Löhne für die Mitarbeiter. Oder die Ausgaben für Roboter und andere Maschinen. Oder für Strom.

Und am Ende soll natürlich noch etwas für das Unternehmen übrigbleiben: der Gewinn. Also der Betrag, den der Autohersteller selbst verdient. Das wären bei einem Auto, das 25 000 Euro kostet, höchstens etwa 1000 Euro. Das klingt zwar nicht sehr viel. Aber Autohersteller verkaufen ja nicht nur ein paar Fahrzeuge, sondern oft eine große Menge von einem Modell.

dpa.

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