Vom Wachturm hat man beste Aussicht

13. Januar 2013

Unbemerkt über den Limes klettern? Das war nicht so einfach. Denn den Soldaten entging fast nichts, wenn sie von den Wachtürmen aus Ausschau hielten.

Diese Türme waren bis zu zehn Meter hoch. Von dort beobachteten die Soldaten den Limes. Rund 900 Wachtürme gab es wohl entlang des obergermanisch-rätischen Limes. Dieser Limes war mehr als 500 Kilometer lang. Das ist ungefähr so weit wie von Hamburg im Norden von Deutschland bis nach Frankfurt in der Mitte unseres Landes.

Jeder Wachturm stand in Sichtweite zum anderen. So konnten die Soldaten bei Gefahr schnell Alarm schlagen oder wichtige Nachrichten weiterleiten. Dazu benutzten sie Signale. Zum Beispiel bliesen sie in ein Horn oder gaben Lichtzeichen.

Anfangs waren die Wachtürme aus Holz, später aus Stein. Der Eingang war meistens im ersten Stock. Die Soldaten kletterten über eine Leiter hinauf. Die Leiter wurde dann hochgezogen, so dass keine Feinde in den Turm gelangen konnten.

Die Türme hatten in der Regel drei Stockwerke: Im Untergeschoss befand sich ein Vorratsraum. Dort lagerten Getreide, Fleisch und andere Lebensmittel. Das Getreide wurde von den Soldaten oft selbst gemahlen, um daraus Brot zu machen.

Forscher glauben, dass die Soldaten für längere Zeit auf einem Wachturm waren. Deshalb gab es im ersten Stock eine Art Wohnung. Hier lebten bis zu acht Soldaten zusammen. Im zweiten Stock war die Wachstube untergebracht. Von hier aus hielten die Soldaten Ausschau. Oft hatten die Wachtürme noch eine Art Balkon, der ringsum den Turm führte.

dpa.

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