Tolles Eisen

15. April 2014

Toll, dieses Eisen. So toll - es heißt sogar Toll-Eisen. Nein, Quatsch. Das Toll-Eisen heißt nicht so, weil es besonders super ist, sondern weil man es zum Tollen benutzt.

Tollen ist eine besondere Technik, mit der man Halskrausen zum Beispiel von Pastoren hübsch macht. Manche Pastoren aus Norddeutschland tragen solche Halskrausen in der Kirche, etwa an Ostern.

Die Krausen sehen ein bisschen aus wie flache Reifen um den Hals. Sie sind aus weißem Stoff. Dieser Stoff hat viele Wellen, ähnlich wie bei einem Vorhang. Damit die Wellen glatt sind und stehen, bügeln Fachleute wie Gundel Purgold sie - und zwar mit dem Toll-Eisen. Das ist wie ein stabförmiges Bügeleisen.

«Die Arbeit ist richtig schön kniffelig, das macht mir großen Spaß», sagt Gundel Purgold. Steckt sie das Toll-Eisen in eine Art Mini-Toaster, wird es heiß. Danach hält sie das Toll-Eisen am Holzgriff fest und fährt mit dem Stab immer wieder in die Falten der Krause. So bügelt sie sie glatt. Bis zu vier Stunden braucht Gundel Purgold für so einen Halsschmuck. Doch erst dann sehen die Pastoren an Ostern richtig toll aus.

dpa.

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