Putzen für ein besonderes Fest

24. März 2013

Wischen, saugen, Teppiche ausklopfen. In vielen Wohnungen wird in diesen Tagen kräftig geputzt. Denn am Dienstag beginnt für Juden ein wichtiges Fest. Es heißt Pessach. In dieser Zeit sind im Haus bestimmte Speisen verboten.

Nämlich alle Speisen, die auf bestimmte Weise aus Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel hergestellt wurden. Sie werden Chametz genannt, das heißt «Gesäuertes». Das ist etwa Brot, das aus einem der Getreide und Wasser besteht. Und das genügend Zeit hatte, zu gären. Während Pessach darf nicht ein Krümelchen von Chametz im Haus sein.

Ein anderes Brot ist an Pessach aber erlaubt. Es heißt Matze. Matze ist so dünn und knusprig wie Knäckebrot. Matze ist ungesäuertes Brot. Die Herstellung darf nicht länger als 18 Minuten dauern.

Diese Vorschrift für das Pessach-Fest hat mit der Geschichte der Juden zu tun. Sie sehen sich als Nachkommen der Israeliten. In den heiligen Schriften der Juden und auch der Christen steht: Die Israeliten mussten vor langer Zeit als Sklaven in Ägypten arbeiten. Doch dann flüchteten sie. Dabei musste alles sehr schnell gehen. Sie hatten keine Zeit, normales Brot zu backen. Also nahmen sie auf ihrer Flucht nur das einfache Brot mit.

Pessach ist für die Juden eines ihrer wichtigsten und schönsten Feste. Denn es ist ein Fest der Freiheit und des Neuanfangs. Außerdem ist es ein Frühlingsfest. Denn die Natur, die im Frühling zu neuem Leben erwacht, ist für die Juden ein Zeichen. Es steht für die Freiheit jedes Einzelnen und des jüdischen Volkes.

dpa.

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