Mann fürs Risiko - Arbeit in der Bank

12. Oktober 2011

Von deinem Taschengeld kaufst du dir vielleicht Süßigkeiten. Vielleicht bewahrst du aber auch einen Teil davon auf einem Sparbuch bei einer Bank auf. Über Banken wird gerade viel geredet. Denn eine schlimme Krise in der Wirtschaft dreht sich auch um sie.

Wer eine Bank betritt, sieht häufig nur den Eingangsbereich. Doch wer arbeitet eigentlich bei einer Bank? Neben dem Kassierer sind das zum Beispiel der Bankdirektor und der Risiko-Manager.

Der Chef

Ein Bankdirektor kommt häufig viel herum. Direktoren großer Banken reisen nämlich oft in andere Länder, um wichtige Kunden zu besuchen, erklärt der Fachmann Hans-Peter Burghof. So will ein Direktor große Aufträge an Land ziehen. Der Chef berät Unternehmen, wenn diese andere Unternehmen kaufen wollen. Die Bank plant dann häufig den Kauf mit oder klärt, wo das Geld dafür herkommt. Mit der Beratung und dem Planen verdient sie Geld.

Ein Bankdirektor arbeitet oft lange. Er macht dann nicht Schluss, wenn er sein Gebäude abends verlässt. Sondern er trifft sich manchmal noch mit wichtigen Kunden wie Leute von Unternehmen - damit sie Geschäfte mit der Bank machen. So will er die Kunden auch besser kennenlernen, um herauszufinden, wie zuverlässig sie sind. Ein Direktor stellt außerdem neue Mitarbeiter ein und entscheidet, wer welche Aufgaben übernimmt. Bei seinem Job muss er Regeln einhalten, die der Staat für Banken festgelegt hat.

Der Mann fürs Risiko

«Eine Bank muss dafür sorgen, dass sie mit Risiko Geld verdient», erklärt der Experte. «Aber wenn sie zu viel Risiko wagt, kann sie auch pleitegehen.» Ein Beispiel: Eine Bank leiht einem Unternehmen Geld, man sagt, sie gibt ihm einen Kredit. Sie verdient daran, weil das Unternehmen eine größere Summe zurückzahlen muss - nämlich das geliehene Geld plus Zinsen. Zinsen sind eine Leih-Gebühr. Die Bank riskiert, dass das Unternehmen das Geld nicht zurückzahlt, etwa wenn es pleitegeht. Um bei solchen und noch risikoreicheren Geschäften möglichst wenig Geld zu verlieren, hat die Bank einen Risiko-Manager.

Er ist auch eine Art Spielverderber. «Es kann sein, dass er bei manchen Geschäften sagt: "Das können wir so nicht machen. Das Risiko ist zu hoch"», erklärt der Fachmann. Der Risiko-Manager legt grundlegende Regeln dafür fest, wie die Bank Risiken eingeht.

Der Geld-Auszahler

Der Kassierer sitzt am Schalter und bedient Kunden. Er zahlt ihnen zum Beispiel Geld aus. Seine Auszahlungen listet er auf. Abends kontrolliert er, ob er nicht aus Versehen einem Kunden mehr Geld gegeben hat, als er sollte. Falls er so einen Fehler bemerkt, versucht er das Geld zurückzubekommen. Unter anderem die Geld-Automaten nehmen ihm aber eine Aufgabe weg: Viele lassen sich ihr Geld vom Automaten ausspucken statt zum Kassierer zu gehen.

dpa.

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