Jüdisches Lichterfest - jeden Tag eine Kerze

20. Dezember 2011

Viele bunte Lichter erhellen in der Zeit um Weihnachten Häuser und Straßen. Und gerade jetzt stellen viele jüdische Familien Kerzenhalter mit vielen Armen in ihre Fenster: Denn sie feiern das Lichterfest. Es heißt Chanukka und dauert genau acht Tage.

«Jeden Tag wird eine neue Kerze angezündet, bis am Ende acht Kerzen brennen», erzählt Nina Wilkens vom Jüdischen Museum in Berlin. «Eine neunte Kerze dient zum Anzünden der anderen.»

Das Lichterfest ist ein Familienfest, bei dem Kinder jeden Tag kleine Geschenke bekommen, vor allem Süßigkeiten. Abends sitzen die Familien zusammen, spielen und essen - ähnlich wie Christen zu Weihnachten. Chanukka ist hebräisch und bedeutet «Einweihung». Denn das Fest erinnert an ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Juden. Vor über 2000 Jahren schafften es ihre Vorfahren, in Jerusalem den jüdischen Tempel zurückzuerobern. Damals hatten Feinde das Heiligtum belagert.

Und vor der Einweihung soll es dann ein Wunder gegeben haben. Damals fanden die Juden im Tempel ein Licht, das immer brennen sollte. Es gab aber nur noch Öl für einen Tag. Auf wundersame Weise hielt das Licht aber acht Tage lang. Um daran zu erinnern, dauert auch das Chanukka-Fest acht Tage.

dpa.

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