Feiern vor der Fastenzeit

08. Februar 2013

Egal ob man Karneval, Fastnacht oder Fasching sagt - jedes Wort hat mit Fasten zu tun. Denn früher begann für die Christen direkt nach den närrischen Tagen eine strenge Fastenzeit.

Das schrieb ihnen ihre Religion vor. Der Begriff Karneval kommt vermutlich aus einer alten Form der italienischen Sprache. Übersetzt heißt es: Fleisch, lebe wohl! «Carne» bedeutet Fleisch, «vale» war ein Abschiedsgruß.

Die Menschen in Süddeutschland sagen zu Karneval Fastnacht. In dem Wort steckt die Nacht oder der Abend vor der Fastenzeit. Heute wird der Begriff für alle närrischen Tage vor Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch verwendet. Und in Fasching steckt das alte deutsche Wort «Vastschang». Im Mittelalter bezeichnete man damit den letzten Ausschank von Alkohol vor der Fastenzeit.

Denn in der Fastenzeit mussten die Christen bis Ostern auf Alkohol, Fleisch, Eier und Speisen mit Milch verzichten und viel beten. Und das dauert lang - genau 40 Tage. Bis Aschermittwoch war also die letzte Gelegenheit, noch mal ausgelassen zu feiern und zu schlemmen.

Zwar gibt es die Fastenzeit für Gläubige immer noch. Aber es halten sich nicht mehr so viele Menschen daran. Und wenn sie es doch tun, dann nicht mehr so streng. Sie verzichten zum Beispiel auf Alkohol, Schokolade und essen etwas weniger Fleisch als sonst.

dpa.

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