«Essen wie eine Belohnung» - Iclal und Enes freuen sich aufs Fasten

19. Juli 2012

Bis die Sonne untergegangen ist, dürfen sie nichts essen und nichts trinken. Kein Butterbrot, kein Saft, nicht mal Kaugummi ist erlaubt. Das gilt für Muslime in ihrer Fastenzeit. Muslime sind Menschen, die an die Religion Islam glauben. Ihren Fastenmonat nennt man Ramadan, er beginnt am Freitag.

In dieser Zeit sollen sich die Menschen besinnen und das Essen wieder schätzen lernen. Auch Jungen und Mädchen machen beim Fasten mit. Wir haben Kinder aus Bremen gefragt, was sie über den Verzicht denken:

- Iclal, 13 Jahre:

«Mir macht Ramadan Spaß. Dadurch, dass wir fasten, tun wir Gutes. Besonders gefällt mir, dass wir dann viel Besuch haben oder andere besuchen. Ich mag es, dass wir zusammen essen und das Essen miteinander teilen. Wenn man den ganzen Tag gefastet hat, ist am Ende des Tages das Essen wie eine Belohnung.»

Iclal freut sich besonders auf das Fest am Ende des Ramadans, das drei Tage dauert. Es heißt Bayram. Die 13-Jährige erzählt: «Es ist wie eine Belohnung, weil man einen ganzen Monat durchgehalten hat. Zu Bayram kaufen wir uns neue Kleider und ziehen uns schön an. Wenn mein Vater vom Feiertagsgebet nach Hause kommt, fängt Bayram für uns an: Wir küssen unseren Eltern die Hände, gehen dann zu Oma und frühstücken dort gemeinsam. Alle Verwandte sind dann da.»

- Danyal, 9 Jahre:

«Am liebsten mag ich an Ramadan Bayram, weil man dann viele Geschenke bekommt. Letztes Jahr habe ich zu Bayram ein Wi-Spiel bekommen. Zu Bayram gehen wir zu Oma und besuchen sie. Da sind dann auch meine Tante, mein Onkel und meine Cousins. Dann spielen wir zusammen. Das macht Spaß.

Ich faste nicht, weil mir das beim Sport schwer fällt. Ich spiele nämlich Fußball und da muss ich immer so viel trinken. Aber gerne würde ich mal so eine Woche fasten und das ausprobieren.»

- Enes, 14 Jahre:

«Zu Ramadan fasten wir, damit wir uns vorstellen können wie das ist, wenn Menschen nichts zu essen haben. Ich versuche immer, den ganzen Monat zu fasten. Es gelingt mir nicht immer. Es kommt auf das Wetter an. Wenn es zu heiß ist, fällt es mir schwer. Ich bekomme Durst.»

dpa.

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