Engel der Armen und ein Präsident: Preisträger vorgestellt

05. Oktober 2011

Manche Menschen sagen nicht nur, dass sie Frieden wollen. Sie setzen sich mit all ihrer Kraft dafür ein. Und manchmal bekommen sie dafür den wichtigsten Preis überhaupt, den Friedensnobelpreis. Zum ersten Mal vergeben wurde er vor 110 Jahren. Inzwischen haben ihn 98 Menschen und 23 Gruppen erhalten.

In dieser Woche kommt mindestens ein Mensch oder eine Gruppe dazu. Denn Freitag wird der diesjährige Friedensnobelpreis verliehen. Wir stellen euch drei unterschiedliche Preisträger aus den letzten Jahren vor:

- BARACK OBAMA: Als der Präsident der USA den Friedensnobelpreis vor zwei Jahren bekam, meinten Kritiker: Obama hätte noch nicht viel für den Frieden erreicht. Schließlich sei er gerade erst Präsident geworden. Die Jury des Nobelpreises fand aber unter anderem, Obama setze sich für eine Welt ohne Atomwaffen ein. Er gebe vielen Menschen Hoffnungen auf Frieden. Trotzdem war auch der US-Präsident sehr überrascht und sagte, dass er den Preis nicht verdient habe. Seine Tochter Malia nahm den Trubel darum auch nicht so ernst. Obama erzählte damals, Malia hätte zu ihm gesagt: «Papa, du hast den Friedensnobelpreis gewonnen und Bo hat Geburtstag». Bo ist der Hund der Obamas. Malia war damals 11 Jahre alt.

- UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen: In Deutschland ist es normal, dass jedes Kind zur Schule oder zum Arzt gehen kann. Das ist aber nicht überall auf der Welt so. Manche Länder sind sehr arm oder es herrscht dort Krieg. Und vor allem die Kinder leiden darunter. Das Kinderhilfswerk Unicef will diesen Kindern helfen. Es setzt sich überall auf der Welt für die Rechte von Kindern ein. Die Leute von Unicef versuchen, dafür zu sorgen, dass die Kinder etwas lernen können und genug Essen haben. Sie kaufen zum Beispiel Bücher und Stifte für den Schulbesuch. Oder sie sorgen dafür, dass Kinder gegen schlimme Krankheiten geimpft werden. Dafür bekam Unicef vor 46 Jahren den Friedensnobelpreis, im Jahr 1965.

- MUTTER TERESA: Von vielen wurde sie «Engel der Armen» genannt, weil sie sich viele Jahre ihres Lebens um arme Menschen kümmerte. Mutter Teresa war eine Nonne. Sie heiratete also nicht und widmet ihr Leben Gott und ihrem Glauben. Als junge Frau arbeitete sie erst als Lehrerin in Kolkata in Indien, einem Land in Asien. Die Stadt hieß früher Kalkutta. Es gibt dort viel Elend. Es erschütterte Teresa, wie die Menschen in den Armenvierteln lebten. Deshalb entschied sie sich, lieber dort zu helfen. Und sie gründete einen Orden, eine Art Gemeinschaft, die sich weltweit um Arme kümmert. Sie war überzeugt davon, dass Jesus ihr diese Arbeit aufgetragen habe. Kritiker warfen ihr vor: Sie habe die Menschen unter Druck gesetzt, ihren Glauben anzunehmen, wenn sie ihnen half. Ihre Anhänger waren dagegen von ihr begeistert. Mutter Teresa bekam vor 32 Jahren den Friedensnobelpreis.

dpa.

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