Ein Kind stirbt - Die Familie braucht Hilfe

14. März 2012

Gute Freunde zu haben, ist immer wichtig. Aber manchmal braucht man sie noch mehr als sonst. Nämlich dann, wenn man etwas Schreckliches erlebt hat. So geht es zum Beispiel Familien, wenn ein Kind stirbt.

Wie den Eltern aus unserem Nachbarland Belgien, die ihre Kinder gerade bei einem Busunglück verloren haben. «Von Anfang an brauchen die Eltern Leute, die ihnen liebevoll helfen», sagt Petra Hohn. Sie arbeitet bei einem Verband, bei dem Eltern anrufen können, um sich von Fachleuten Rat zu holen. Und der Verband organisiert Treffen. Bei diesen können sich Familien mit Fachleuten oder anderen Eltern austauschen.

Freunde und Verwandte sollten die Eltern unterstützen. «Sie können ihnen anbieten, sie überall hinzufahren, einzukaufen, ihnen einen Tee zu kochen, mit ihnen zu schweigen oder zu weinen», sagt Petra Hohn. Oder sie nehmen ihnen Papierkram ab. Eine Schulter zum Anlehnen und jemanden zum Reden können auch helfen.

Die Freunde müssen dabei sehr vorsichtig mit den Eltern umgehen. «Sie sollten ihnen die Hilfe anbieten, aber nicht aufzwingen», erklärt die Fachfrau. «Die Eltern müssen selbst entscheiden, was sie annehmen. Denn jeder geht mit der Trauer anders um.»

Und es kann schnell passieren, dass Freunde oder Verwandte Fehler machen. «Man sollte sich zurückhalten, von seinen eigenen Kindern zu reden. Oder ihnen Fotos zu zeigen», sagt Petra Hohn. «Das tut weh. Das können die Eltern erst einmal nicht ertragen.» Falsch ist es auch, ihnen von Problemen von anderen zu erzählen. «Die interessieren die Eltern überhaupt nicht.»

Von dem verstorbenen Kind könne man dagegen sprechen, sagt Petra Hohn. Und sich so gemeinsam erinnern, wie süß und gut es war oder was es gerne gemacht hat. «Das tut den Eltern gut. Man fühlt sich dann verstanden», sagt Petra Hohn.

dpa.

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