Deutsche Nationalhymne - Ein Lied mit Geschichte

19. Juni 2012

Berlin (dpa) - Erst singen, dann spielen! Bevor die Fußballer bei der Europameisterschaft loskicken, werden die Hymnen der Länder angestimmt, aus denen die Mannschaften kommen. Auch die deutsche Nationalhymne ist vor den Spielen der deutschen Mannschaft zu hören. Unser Deutschlandlied hat aber eine schwierige Geschichte hinter sich.

Eine Nationalhymne klingt feierlich. Damit sollten früher vor allem die Herrscher der Länder gefeiert werden. Das war so, als die Lieder vor mehr als 200 Jahren in Mode kamen. Aber auch für die Bewohner der Länder waren sie wichtig. Denn mit dem Gesang zeigte man, dass man stolz auf sein Land war. Und das gilt für viele Menschen heute noch, wenn sie ihre Nationalhymne hören oder singen. Dann sind sie irgendwie gerührt. Manche legen sogar eine Hand auf ihr Herz.

Als die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, hatte sie so ein feierliches Lied noch nicht. Das war im Jahr 1949. Die alte Hymne durfte nicht gesungen werden. Denn die Nationalsozialisten hatten sie für ihre schrecklichen Ziele missbraucht, als sie an der Macht waren. Die Nazis und ihr Anführer Adolf Hitler hatten von 1933 bis 1945 die Macht in Deutschland. Sie ermordeten viele Menschen, die ihnen nicht passten.

Erst einige Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik einigten sich die Politiker auf ein neues Deutschlandlied. Es ist die dritte Strophe der alten Hymne.

Geschrieben hat die alte Hymne ein Dichter mit einem sehr langen Namen: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Er nannte sie das «Lied der Deutschen». Das war vor mehr als 170 Jahren. Die Melodie für das dreistrophige Lied stammt von dem Komponisten Joseph Haydn.

dpa.

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