Der Nächste, bitte!

07. April 2013

Das hatte sich Augustus, der erste römische Kaiser, ja fein ausgedacht. Erst machte er sich zum Alleinherrscher. Dann vererbte er seine Macht an ein Familien-Mitglied. Genauer: an seinen Stiefsohn Tiberius.

Der gab die Macht an seinen Großneffen Caligula weiter. Auf Caligula folgte Claudius, sein Onkel. Der Kaiser-Titel wurde also jeweils an ein männliches Familien-Mitglied weitergegeben.

Dafür gab es bestimmte Regeln. So hatte es sich Augustus zumindest vorgestellt. Der Kaiser konnte seinen Nachfolger zum Beispiel adoptieren - also ihn als eigenen Sohn annehmen. Oder er konnte seine Macht noch zu Lebzeiten mit ihm teilen. So sollte die Übergabe der Macht gesichert werden. Doch diese Regeln wurden so gut wie nie eingehalten.

Sowohl Tiberius als auch Caligula hatten zum Beispiel keinen Nachfolger bestimmt. Das hätten die Kaiser aber tun sollen. Als die beiden gestorben waren, fragten sich die Römer: Wie soll es jetzt weitergehen? Es hätte passieren können, dass die Römer das Kaisertum einfach wieder abgeschafft hätten.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2019
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG