Chef und Lehrer - Aufgaben des Papstes

19. September 2011

Hände schütteln, Menschen zuwinken, Messen halten - der Papst hat viel zu tun, wenn er demnächst Deutschland besucht. Aber was macht er, wenn er nicht gerade unterwegs ist? Als Chef der katholischen Kirche gehören noch andere Bereiche zu seinen Aufgaben:

Oberhaupt: Der Papst erlässt Gesetze, an die sich alle Katholiken auf der ganzen Welt halten sollen - egal, in welchem Land sie leben. Darin steht aber zum Beispiel nicht, wie zum Beispiel ein Dieb bestraft wird. Sondern der Papst erlässt Gesetze rund um die Kirche. Wenn er also sagt: Eine Taufe muss so und so ablaufen, dann gilt das für alle katholischen Taufen weltweit. Die Taufe ist eine Feier, bei der Menschen in die Kirche aufgenommen werden.

Oberster Lehrer: Wenn es um Fragen in Sachen Glauben geht, gilt der Papst als der oberste Lehrer aller katholischen Menschen. Das heißt nicht, dass er wie in der Schule Unterricht gibt. Vielmehr erteilt er Ratschläge - wie sich Menschen in bestimmten Situationen am besten verhalten. Er erklärt, was in der Bibel steht. Und wie man das seiner Meinung nach im heutigen Leben umsetzt.

Dass der Papst jeweils «der oberste» ist, bedeutet: Niemand kann seine Entscheidungen ändern. Weil der Papst aber nicht alle Aufgaben allein erfüllen kann, hat er Helfer. Manche Dinge übernehmen sie für ihn. Besonders wichtige Sachen entscheidet er aber selbst: Regelmäßig marschieren wichtige Mitarbeiter dann mit Akten zum Papst und lassen ihn noch mal drüber lesen. Wenn der Papst nicht einverstanden ist, kann er immer noch «Nein» sagen.

dpa.

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