Bundespräsident besucht Israel

28. Mai 2012

Diese Reise ist unserem Bundespräsidenten besonders wichtig: Am Montag reiste Joachim Gauck nach Israel zu seinem ersten Staatsbesuch. So nennt man es, wenn das Oberhaupt eines Staates einen anderen Staat besucht und wenn dabei bestimmte Regeln eingehalten werden.

Joachim Gauck ist erst seit zwei Monaten Staatsoberhaupt von Deutschland. Dass er zu seinem ersten Staatsbesuch nach Israel reist, ist kein Zufall. Damit will er zeigen, dass Deutschland sich diesem Staat verbunden fühlt. Und dass Deutschland Israel unterstützt.

«Der frühzeitige Besuch in Israel ist mir ein Herzensanliegen», sagte Joachim Gauck. Denn die Beziehung zwischen Deutschland und Israel sei besonders. Das liegt daran, dass die meisten Menschen, die in Israel leben, Juden sind. Und an Juden begingen die Nationalsozialisten - kurz Nazis - vor mehr als 60 Jahren schreckliche Verbrechen.

Die Nazis und ihr Anführer Adolf Hitler hatten von 1933 bis 1945 die Macht in Deutschland. Sie ermordeten Millionen Männer, Frauen und Kinder, die Juden waren. Sie töteten auch viele andere Menschen, die ihnen nicht passten. Der Staat Israel wurde danach im Jahr 1948 gegründet.

Joachim Gauck wird am Dienstag auch eine besondere Gedenkstätte in Israel besuchen. Sie erinnert an die Juden, die von den Nazis ermordet wurden. Außerdem will sich der Bundespräsident mit Juden treffen, die diese schreckliche Zeit überlebt haben. Joachim Gauck betonte: Es sei eine besondere Aufgabe für die Deutschen dafür zu sorgen, dass die Verbrechen der Nazis nicht in Vergessenheit geraten.

dpa.

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