Alles soll richtig sein! Reporter prüfen ihre Infos

13. Juli 2012

Hier ein winziges Puzzle-Teil anfügen und da noch ein kleines Puzzle-Stück dranklemmen: Wie der Zusammenbau eines großen Puzzles - so kniffelig ist manchmal die Arbeit von Reportern.

Denn es kommt immer mal wieder vor, dass sie über etwas berichten sollen, von dem sie nicht genau wissen, was daran wahr ist oder wie es genau abgelaufen ist.

Viele Fragezeichen gibt es zum Beispiel, wenn es um Syrien geht. Dort kämpfen seit längerer Zeit verschiedene Gruppen gegeneinander. Dabei starben schon viele Menschen. Immer wieder werfen sich die Gruppen gegenseitig vor, der andere sei schuld am Tod der Menschen. So war das auch am Freitag.

Wenn die Lage in einem Land so verworren ist, machen Reporter das, was sie auch sonst tun: Sie versuchen, an Informationen zu kommen - und die überprüfen sie dann. Und zwar so gut wie möglich! Und das geht so:

- SELBST HINREISEN: Am besten ist es als Reporterin oder Reporter, selbst in das Land zu reisen. So lassen sich Eindrücke sammeln und Informationen direkt vor Ort überprüfen. Doch vor Ort zu sein ist manchmal gefährlich. Etwa wenn dort gekämpft wird.

- BEIDE SEITEN HÖREN: Wenn zwei Gruppen sich gegenseitig beschuldigen, sollte man sich immer die Meinung beider Seiten anhören. Über die unterschiedlichen Meinungen berichtet man dann. Außerdem telefoniert man herum und ruft andere Menschen an, die vielleicht etwas mitgekommen haben. Oder man spricht mit Experten, die die Lage einschätzen können.

- IM INTERNET NACHSCHAUEN: Auch im Internet lassen sich manchmal Infos finden und überprüfen. Doch hier müssen Reporter vorsichtig sein: Im Internet steht schon mal Unsinn. Leute könnten absichtlich falsche Infos verbreitet haben. Oder Videos, die ins Netz gestellt wurden, sind alt oder gefälscht.

- VIELLEICHT UND MÖGLICHERWEISE: Wenn die Reporterin oder der Reporter alle Infos beisammen hat und mit prüfen fertig ist, machen sie ihren Beitrag. Das kann ein Text für die Zeitung oder das Internet, ein gesprochenes Stück für das Radio oder ein kurzer Film für das Fernsehen sein. Im Idealfall sagt er, von wem oder woher er die Infos hat. Manchmal werden Namen auch nicht genannt, um jemanden zu schützen. Und wenn eine Info unklar ist, verwendet er Wörter wie «vielleicht», «möglicherweise», «könnte» oder «heißt es». Damit jeder weiß: Ganz genau kann man es nicht sagen. Auf keinen Fall sollte ein Reporter so tun, als wüsste er alles, wenn er es in Wirklichkeit gar nicht weiß.

dpa.

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