Zum Geburtstag ein Lob vom Präsidenten

12. Januar 2020

Die Frisuren und Brillen sehen schräg aus. Die Leute haben altmodische Sachen an. Alte Fotos anzugucken, ist oft lustig. Gerade schauen sich viele Leute Fotos von vor genau 40 Jahren an. Damals trafen sich Hunderte Menschen in der Stadt Karlsruhe in Süddeutschland, um eine neue Partei zu gründen: die Grünen.

Damals wirkten diese Leute anders als die bekannten Parteien und Politiker. Sie trugen zum Beispiel keine Anzüge, sondern bunte Pullis und Jeans. Manche fanden das lächerlich, andere ärgerten sich richtig darüber. Denn die Grünen wollten Politik anders machen als damals etwa CDU, SPD und FDP. Auch andere Themen waren den Grünen wichtig: Umweltschutz vor allem, Frieden und der Stopp von Atomkraft.

Bei Wahlen bekamen die Grünen anfangs noch wenig Stimmen. Manche in der Partei waren auch erst dagegen, in einer Regierung mitzuarbeiten. Doch mit der Zeit wurden die Grünen beliebter. Im Bundesland Hessen wurde zum ersten Mal ein Grüner Minister in einer Regierung.

Etwas mehr als zehn Jahre nach der Gründung taten sich die Grünen noch mit einer anderen Partei zusammen. Der komplette Parteiname lautet heute: Bündnis 90/Die Grünen.

Heute findet die Partei niemand mehr lächerlich. Denn bei Wahlen in Deutschland bekommt sie inzwischen eine Menge Stimmen. Grüne Minister und Ministerinnen sind normal geworden. Eine Zeit lang waren die Grünen Teil der deutschen Regierung. Im Bundesland Baden-Württemberg ist seit einigen Jahren sogar ein Grüner Regierungschef. Im Februar könnte das auch eine Politikerin der Grünen in Hamburg schaffen.

Zur Geburtstagsfeier am Freitag hielt der Bundespräsident eine Rede. Er bedankte sich bei den Grünen. «Sie haben viel dazu beigetragen, dieses Land vielfältiger und moderner zu machen.»

dpa.

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