Wellenbrecher gegen die zweite Corona-Welle

16. November 2020

An manchen Stränden sollen dicke Felsbrocken das Ufer und den Boden vor den Wellen schützen. So kamen Wellenbrecher zu ihrem Namen. Den Begriff gibt es aber nicht nur am Meer. Auf Konzerten etwa funktionieren Gitter als Wellenbrecher, um große Zuschauer-Massen voneinander zu trennen.

Auch in der Corona-Krise ist gerade oft von einem Wellenbrecher die Rede. Damit sind die strengeren Regeln gemeint, die seit Anfang des Monats gelten. Sie sollen natürlich keine Wellen am Strand aufhalten. Sie sollen dafür sorgen, dass sich das Coronavirus nicht mehr so schnell ausbreitet.

Fachleute haben bei diesem Thema schon länger vor einer zweiten Welle gewarnt. Das hat mit einer Linie zu tun, die in der Corona-Krise immer wieder zu sehen ist. Sie zeigt, wie viele Menschen sich im Laufe der Zeit mit dem Virus angesteckt haben.

Wenn es von Tag zu Tag deutlich mehr Fälle gibt, geht die Linie steil nach oben. Im Frühjahr war das schon einmal so. Irgendwann flachte sie wieder ab und sah aus wie eine Welle. Im Sommer entspannte sich die Lage zwar. Doch nun kam im Herbst die zweite Welle.

Am Montag schaltete sich Kanzlerin Angela Merkel deshalb mit Politikerinnen und Politikern aus ganz Deutschland zusammen. Sie sprachen darüber, ob die Regeln ausreichen oder nicht. Trotz der Einschränkungen ist die zweite Welle noch nicht gebrochen. Deshalb will die deutsche Regierung die Regeln noch etwas strenger machen.

Es sollen sich zum Beispiel weniger Menschen als bisher treffen dürfen. Private Feiern sollen am besten gar nicht stattfinden. Anderen Politikern aus einigen Bundesländern gingen die Forderungen zu weit. Sie sagten: Es sei noch zu früh, Regeln zu verschärfen oder zu lockern. Erst mal müsse man abwarten, ob die jetzigen Regeln die Welle aufhalten. Denn dann hätten sie ihre Aufgabe als Wellenbrecher erfüllt.

dpa.

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