Schweine in Gefahr

11. September 2020

Im Bundesland Brandenburg wurde bei einem toten Wildschwein ein gefährliches Virus entdeckt. Das Tier hatte die Afrikanische Schweinepest. Hier erfährst du mehr darüber.

Was ist die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP?

ASP ist eine Tierseuche, die Hausschweine und Wildschweine befällt. Die Krankheit wird durch ein Virus übertragen und ist sehr ansteckend. «Wie der Name schon sagt, kommt sie ursprünglich aus Afrika», erklärt die Biologin Elke Reinking. «Dort tragen Warzenschweine das Virus mit sich, ohne krank zu werden.» Unsere Haus- und Wildschweine kommen mit dem Virus jedoch nicht zurecht. Sie bekommen davon hohes Fieber und sterben fast immer.

Wie ist das Virus hierher gekommen?

Das Virus kann lange überleben, auch in Fleisch und Wurst. Es könnte also über Speiseabfälle von Menschen nach Europa gekommen sein. Nach Deutschland ist das Virus wohl aus unserem Nachbarland Polen gelangt. Dort gibt es schon länger Probleme mit ASP.

Wie kann man verhindern, dass mehr Schweine krank werden?

Leider gibt es weder Medikamente noch einen Impfstoff gegen das Virus. Die Schweinehalter müssen deshalb stark auf die Hygiene achten. Außerdem versuchen sie, dass ihre Hausschweine keinen Wildschweinen begegnen.

Ist die Krankheit auch für uns gefährlich?

«Die Seuche ist für uns Menschen absolut ungefährlich», sagt die Expertin. «Auch wenn es uns etwas komisch vorkommt: Sogar Fleisch und Wurst, in dem das Virus steckt, könnten wir bedenkenlos essen.» Allerdings können wir das Virus durch die Lebensmittel verbreiten.

Können Landwirte ihr Schweinefleisch noch verkaufen?

In Europa geht der Handel mit Schweinefleisch erst mal weiter. Nur aus dem betroffenen Gebiet in Brandenburg dürfen gerade keine Tiere und kein Schweinefleisch herausgebracht werden. Das Land Südkorea in Asien hingegen hat bereits die Einfuhr von Schweinefleisch aus Deutschland gestoppt.

dpa.

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