Rosen und Ballons: In Berlin feiern die Menschen den Mauerfall

09. November 2014

Angela Merkel hält eine Rose in der Hand. Damit geht die Kanzlerin auf eine graue Mauer zu. Sie steckt die Blume in einen Spalt. Die Mauer gehört zu einer Gedenkstätte in Berlin. Sie erinnert an eine Mauer, die viel länger war und lange Zeit die Stadt teilte.

Der eine Teil gehörte zur DDR. Das steht für Deutsche Demokratische Republik. So hieß früher der Staat im Osten Deutschlands. Im Westen war die Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehörte der andere Teil Berlins.

Zwischen den Staaten gab es eine bewachte Grenze. In Berlin verlief dort eine kilometerlange Mauer. Die Regierung der DDR wollte nämlich nicht, dass die Bürger in den Westen reisen.

Viele Menschen in der DDR fühlten sich unterdrückt und eingesperrt. Wer offen gegen die Regierung auftrat, musste damit rechnen, ins Gefängnis zu wandern. Eine Menge Bürger flüchtete aus der DDR. Viele Menschen kamen bei der Flucht ums Leben.

Immer mehr Menschen protestierten in der DDR gegen die Regierung. Sie forderten etwa, dass sie frei reisen dürfen. Am 9. November 1989 wurde die Mauer dann tatsächlich geöffnet. Tausende Bürger der DDR strömten an dem Abend in den West-Teil der Stadt. Die Bewohner Berlins jubelten und lagen sich vor Freude in den Armen. Dieses wichtige Ereignis nennt man Mauerfall.

Am Sonntag war dieser Mauerfall nun genau 25 Jahre her. Das feierten Tausende Menschen in Berlin. Es gab Konzerte und Reden. Leute, die beim Mauerfall dabei waren, erzählten von ihren Erlebnissen. Eine Strecke, auf der einmal die Mauer stand, wurde mit Tausenden Ballons beleuchtet. Das schauten sich unzählige Menschen an.

Manchmal wurde bei den Feiern aber auch geschwiegen, um im Stillen an die Opfer zu denken. Auch Angela Merkel - die in der DDR aufgewachsen ist - senkte schweigend den Kopf, nachdem sie die Rose in den Mauerspalt gesteckt hatte.

dpa.

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