Riesige Aufbau-Aufgabe

20. Juli 2021

Menschen pumpen noch immer das Wasser aus ihren Häusern. Sie werfen kaputte Möbel weg und schaufeln Schlamm zur Seite. Die Zerstörung in den Hochwasser-Gebieten ist riesig.

Dabei sind nicht nur Wohnungen und Häuser zerstört oder beschädigt. Auch andere wichtige Dinge für den Alltag der Menschen sind betroffen. Straßen, auf denen sie bisher zur Arbeit fuhren, sind zerstört. Mobilfunkmasten sind umgekippt. In manchen Orten kann man also nicht mal mit dem Handy telefonieren. Auch Bahnstrecken sind kaputt. Einige Schulen und Krankenhäuser sind schwer beschädigt.

Fachleute fassen all diese Dinge mit einem Wort zusammen: Infrastruktur. Gemeint sind all die Einrichtungen, die wir dringend zum Leben und Arbeiten brauchen. Dazu gehört der Verkehr, aber zum Beispiel auch die Versorgung mit Trinkwasser und Strom.

Damit die Menschen in den Hochwasser-Gebieten wieder ein normales Leben führen können, soll die Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Doch das braucht Zeit und Geld!

Im stark betroffenen Kreis Ahrweiler etwa ist eine Gasleitung zerstört. Ein Fachmann sagt: «Das wird leider Wochen oder Monate dauern, bis dort wieder Gasversorgung ist. Das heißt für die Bürger: kaltes Wasser, und wenn die Heizperiode kommt, auch kalte Wohnung.»

Ähnlich sieht es in anderen Bereichen aus. Eine Bürgermeisterin sagte Reportern: «Es sieht so aus, als ob die Infrastruktur so stark zerstört ist, dass es in einigen Orten vielleicht über Wochen oder sogar Monate kein Trinkwasser geben wird».

Wie es mit dem zerstörten Brücken, Straßen und Schienen weitergehen soll, hat am Montag eine Experten-Gruppe besprochen. Insgesamt werden die Arbeiten einige Milliarden Euro kosten. Allein bei der Bahn soll ein Schaden von mehr als einer Milliarde Euro entstanden sein. Wie viel Geld die Regierung für den Wiederaufbau bereitstellen kann, wollen die Politikerinnen und Politiker am Mittwoch entscheiden.

dpa.

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