Proteste gegen ein Bergwerk

10. Januar 2020

Es ist ein gewaltiger Plan. Ein ganzes Gebiet im Land Australien soll umgebuddelt werden. Denn unter der Erde liegt jede Menge Kohle. Wird diese Kohle rausgeholt, können Kraftwerke damit viel Strom erzeugen.

Die Gegend mit der Kohle soll zu einem der größten Kohle-Bergwerke der Welt werden. Das zumindest will die Firma Adani. Doch Klimaschützer haben etwas dagegen. Schon seit Jahren versuchen sie, das Kohlebergwerk zu stoppen. Denn immer wenn Kohle verbrannt wird, entsteht dabei das Gas CO2. Und zu viel davon heizt unsere Erde auf.

Am Freitag haben auch Klimaschützer in Deutschland bei den Protesten gegen das Bergwerk mitgemacht. In mehr als 40 Städten demonstrierten junge Leute von der Gruppe Fridays for Future. Dabei wendeten sie sich nicht nur gegen Adani. Sie richteten sich auch gegen die deutsche Firma Siemens.

Das liegt daran, dass Siemens beim Bau einer Zugstrecke mithelfen will. Diese soll vom Bergwerk zum Hafen führen. Australische Umweltschützer sagen: Von diesem Hafen sollen jedes Jahr 500 große Kohleschiffe abfahren. Dabei durchquerten sie das größte Korallenriff der Welt und könnten es beschädigen.

Die Klimaschützer fordern: Siemens darf bei dem Plan nicht mitmachen. «Kohle abzubrennen und zu verbrennen, trägt wahnsinnig viel zum Klimawandel bei», sagte eine der Aktivistinnen von Fridays for Future. Forscher sind sich sicher: Durch diese Erderwärmung sterben viele Tierarten. Und es entstehen mehr schlimme Naturkatastrophen wie etwa Stürme und Dürren.

Solche großen Dürren können dazu führen, dass häufiger große Feuer toben. In Australien zum Beispiel lodern seit Monaten heftige Buschbrände. Die Klimaschützer fordern deswegen: «Siemens - schür kein Feuer!» Der Firmen-Chef hatte vor Kurzem angekündigt, den Plan noch einmal zu überprüfen.

dpa.

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