Pläne machen für die Zukunft in China

22. Mai 2020

Eigentlich soll man Abstand halten in diesen Corona-Zeiten. Aber bei den Leuten auf dem Foto geht das gerade nicht ganz so gut. Denn viele Menschen müssen sich gleichzeitig einen Platz in einer riesigen Halle im Land China suchen. Zum Schutz vor Ansteckung tragen aber alle Masken über Mund und Nase.

Schließlich hat China erst vor kurzem schlimme Erfahrungen mit dem Coronavirus gemacht. Dort hatte es sich zuerst ausgebreitet, sehr viele Menschen wurden krank. Die Regierung sperrte deshalb unter anderem Städte ab und schloss Fabriken. Auch ein großes Treffen in der Hauptstadt Peking wurde verschoben und findet erst jetzt statt: der Volkskongress. Das ist eine Art Parlament.

Fachleute meinen, der Volkskongress ist das wichtigste Ereignis in der Politik Chinas. Denn man erfährt etwa, was die Regierung für die nächsten Jahre plant. Und weil China viele Verbindungen in andere Staaten hat, finden das auch woanders Leute spannend und wichtig.

Zum Kongress reisen Tausende Menschen in die Hauptstadt. Ausgewählt werden sie etwa von den verschiedenen Regionen und der Armee. Das heißt, sie wurden nicht von den Menschen gewählt, wie die Politiker und Politikerinnen im deutschen Parlament. Ein weiterer großer Unterschied: In China bestimmt eine Partei alleine.

Die Mitglieder des Volkskongresses entscheiden zum Beispiel über neue Gesetze und wofür die Regierung Geld ausgeben soll. Es wird auch über die Lage im Land diskutiert. Doch richtig frei reden und entscheiden können die Leute nicht. Stattdessen wird alles schon vorher von den wenigen Leuten abgesprochen, die das Land führen. Andere Meinungen sind nicht erwünscht. Wer sie ausspricht, kann Probleme bekommen.

In diesem Jahr wurde gleich zu Beginn bekannt: China will viele Milliarden Geld ausgeben, damit die Schäden durch das Coronavirus nicht zu groß werden. «Dies sind außergewöhnliche Maßnahmen für ungewöhnliche Zeiten», sagte der Regierungschef am Freitag. Er meinte aber, sein Land werde es schaffen, die Probleme zu lösen.

dpa.

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