Organe, die Leben retten

03. November 2016

Sie pumpen Blut durch unseren ganzen Körper. Sie halten uns giftige Stoffe vom Leib. Oder sie speichern zum Beispiel Vitamine und geben sie nach Bedarf an den Rest des Körpers weiter.

Organe wie Herz, Niere oder Leber sind wichtig für unseren Körper. Macht eines von ihnen schlapp, kriegen wir meist Probleme.

Manchmal muss sogar ein Organ ausgetauscht werden. Ärzte können dann eine Operation machen: Sie nehmen etwa das Herz eines Menschen, der gestorben ist. Das setzen sie in den Körper eines anderen Menschen ein, dessen Herz nicht mehr gut funktioniert.

Der Verstorbene muss dieser Sache aber vor seinem Tod zugestimmt haben. Das nennt man Organspende. Solche Operationen retten vielen Menschen im Jahr das Leben. Das Problem: Es gibt zu wenige Leute in Deutschland, die so einer Spende zugestimmt haben. Obwohl die meisten Menschen Organspenden eigentlich gut finden.

Woran liegt das? «Das hat verschiedene Gründe», meint Experte Georg Marckmann. «Manche Leute mögen sich vielleicht gar nicht mit ihrem Tod beschäftigen», vermutet er.

Außerdem wüssten viele Menschen zu wenig über das Thema. Ihnen ist möglicherweise die Vorstellung unheimlich, dass ihnen später einmal Organe entnommen werden könnten. Und es gibt noch weitere Bedenken, die Menschen davon abhalten, Organe spenden zu wollen. Vor ein paar Jahren kam etwa heraus, dass einzelne Ärzte sich bei Organspenden nicht an Regeln gehalten hatten. «Dadurch ist bei einigen Menschen Vertrauen zerstört worden», meint der Fachmann.

Am Donnerstag berieten deshalb Politiker und Experten in der Stadt Frankfurt am Main darüber, wie man das Problem lösen kann. Sie wollen zum Beispiel die Menschen besser darüber informieren, wie eine Organspende abläuft. So hoffen sie, mehr Menschen zu einer Spende nach ihrem Tod zu bewegen.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2020
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG