Lieber in der Höhle bleiben

06. Oktober 2021

Sich zurückziehen und möglichst niemanden treffen: Genau das sollten die Menschen tun, als vor etwa 18 Monaten die Corona-Krise bei uns begann. Jetzt werden die Regeln immer weiter gelockert. Doch manchen fällt es schwer, wieder in ihr Leben vor Corona zurückzufinden. «Sie bleiben in ihrem Schneckenhaus stecken», beschreibt der Fachmann Ulrich Stangier das. Man nennt dieses Verhalten auch Cave-Syndrom. Cave ist das englische Wort für Höhle.

Gemeint ist damit vor allem, dass es diesen Menschen schwerfällt, Treffen mit anderen Leuten zu genießen. «Nach 18 Monaten haben wir uns daran gewöhnt, dass es wenig sozialen Austausch gibt», sagt Ulrich Stangier. «Wir haben gelernt, Lust und Freude bei anderen Aktivitäten des Alltags zu empfinden.» Deshalb schauen einige Leute lieber weiterhin Filme zu Hause als sich fürs Kino zu verabreden.

Mit Befragungen will Ulrich Stangier herausfinden, wie vielen Menschen es so geht. Dieses Verhalten sei keine Krankheit, beruhigt er. Er geht außerdem davon aus, dass sich die Menschen nicht immer so verhalten werden. Der Fachmann sagt: Die meisten Menschen schaffen es innerhalb von zwei bis drei Monaten aus ihrer Höhle.

dpa.

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