Kleine Ergebnisse bei einem großen Treffen

20. November 2022

Zwei Wochen plus 36 Stunden Verlängerung: So lange stritten Zehntausende Menschen auf der Weltklima-Konferenz, wie man den Klimawandel auf der Erde abmildern könnte. Einige wenige Dinge wurden dabei erreicht - viele aber auch nicht. Hinterher waren viele Vertreterinnen und Vertreter etwa aus Deutschland unglücklich und frustriert. 

Luisa Neubauer von Fridays for Future zum Beispiel sagte am Sonntag: „Falls irgendwer gehofft hatte, dass das hier der Ort ist, wo die Klimakrise bewältigt wird, können wir verkünden, dass das nicht der Fall ist. Das ist hart.“ Und der deutsche Klimaminister Robert Habeck sagte: „Eine schwierige Klimakonferenz ist zu Ende gegangen, mit einem Ergebnis, das uns nicht wirklich zufrieden machen kann.“

Was aber wurde nun auf der Konferenz im Land Ägypten beschlossen? Ein wichtiger Punkt ist ein neuer Geldtopf. In diesen sollen reichere Länder, die vor allem für den Klimawandel verantwortlich sind, große Summen einzahlen. Das Geld soll dann an ärmere Länder gehen. Diese sind besonders betroffen von den Folgen des Klimawandels, etwa durch Überschwemmungen, Dürren und der Ausbreitung von Wüsten.

Zahlreiche Länder wie etwa Deutschland wollten darüber hinaus erreichen, dass die Welt sich irgendwann von allen fossilen Energien verabschiedet. Also etwa von Kohle, Gas und Öl. Denn diese machen einen großen Teil der klimaschädlichen Gase aus, welche in so großen Mengen für die Erhitzung der Erde sorgen. Auf der Konferenz wurde das langsame Aus der Kohle angestoßen. Aber zu Gas und Öl wurde nichts beschlossen.

Auf einer ähnlichen Konferenz hatten sich Menschen aus aller Welt vor sieben Jahren in Paris geeinigt, dass die Welt sich nicht um mehr als 1,5 Grad erwärmen sollte. Nun sind wir schon bei 1,1 Grad. Wie es mit dem Klima weitergehen soll: Das wird bei der nächsten Weltklima-Konferenz in einem Jahr besprochen.

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dpa.

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