Klassen besuchen KZ-Gedenkstätten

27. Januar 2014

Jeder Schüler beschäftigt sich irgendwann im Geschichts-Unterricht mit diesem Thema: dem Nationalsozialismus. Die Schüler reden dann meist über eine Zeit in Deutschland, in der viele Verbrechen begangen wurden.

Das war vor über 60 Jahren. Millionen Menschen wurden umgebracht. Die Morde begingen die Nationalsozialisten und ihre Helfer. Sie und ihr Anführer Adolf Hitler herrschten in Deutschland. Und zwar von 1933 bis 1945.

Die Nationalsozialisten hielten viele Menschen, die ihnen nicht passten, gefangen. Und zwar in Konzentrationslagern. Abgekürzt nennt man die Lager auch KZs. In den KZs wurden die Häftlinge von den Nazis grausam gequält. Die Gefangenen mussten hungern. Sie lebten dicht gedrängt in einfachen Unterkünften. Schwere Arbeit gehörte zu ihrem Alltag. Viele der Häftlinge wurden krank und starben - oder sie wurden getötet.

Einige der KZs sind heute Orte des Gedenkens, die auch von Schulklassen besucht werden. Etwa die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Bayern. Eine Frau, die Jugendliche dort herumführt, ist Sylvia Münchmeier. Sie sagt: «Der Unterschied zum Geschichts-Unterricht in der Schule ist, dass hier Geschichte erlebbar wird.» Damit meint sie, dass noch Gebäude zu sehen sind, die die Schüler besichtigen können. Zum Beispiel Duschräume oder das frühere Lagergefängnis.

«Der Ort, der die Jugendlichen am meisten berührt, ist das Krematorium», erzählt die Fachfrau. Dort wurden damals die toten Gefangenen verbrannt.

«Wir versuchen, den Jugendlichen auch das Schicksal einzelner Häftlinge näherzubringen», sagt Sylvia Münchmeier. «In der Schule hört man von Tausenden Toten - darunter kann man sich nur schwer etwas vorstellen.» In der Gedenkstätte sehen die Schüler Fotos einzelner Häftlinge und erfahren, was diese in dem KZ erlebt haben.

Dass sich Schüler mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen, findet Sylvia Münchmeier wichtig. «Um sich eine Meinung bilden zu können, muss man die Fakten kennen.»

dpa.

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