Keine Gewalt gegen Lehrer und Polizisten!

16. Juni 2017

Ein Lehrer geht über den Schulflur und wird plötzlich von einem Schüler heftig geschubst. Eine Feuerwehrfrau will zu einem brennenden Haus, doch die Menschen davor lassen sie nicht durch und drängeln sie zur Seite.

Dies sind zwei Beispiele für ein Problem, vor dem Experten am Freitag gewarnt haben. Sie sagten: Menschen, die für den Staat arbeiten, werden immer wieder angegriffen und beleidigt. Zum Beispiel Polizisten, Lehrer und Feuerwehrleute.

«Wer so etwas erlebt, verliert den Spaß an seiner Arbeit», sagt Expertin Henriette Schwarz. Manche Menschen haben sogar richtige Angst weiter zur Arbeit zu gehen. Sie brauchen dann Hilfe, etwa von einem Psychologen. Mit dem sprechen sie über ihre Sorgen.

Doch warum greift jemand andere Menschen an? «Das ist schwer zu verstehen», sagt Henriette Schwarz. Sie meint: Einige Menschen hätten den Respekt vor anderen verloren.

«Wenn ich Respekt habe, passe ich auf, was ich zu jemandem sage. Und ich greife ihn natürlich auch nicht an», sagt die Expertin. Doch manchen Menschen fehle das Gefühl dafür, wie sie mit anderen umgehen dürften.

Fachleute fordern deshalb: Mitarbeiter des Staates müssen besser geschützt werden. Es gibt zum Beispiel Kurse, in denen sie lernen, mit aggressiven Menschen umzugehen. Also wie sie am besten mit ihnen sprechen, um sie zu beruhigen.

Auch die Gebäude, in denen die Mitarbeiter arbeiten, könnten besser geschützt werden. Man könnte etwa dafür sorgen, dass fremde Leute nicht mehr so leicht hineinkommen.

Henriette Schwarz hofft, dass die Menschen wieder etwas freundlicher miteinander umgehen. «Schließlich sind die Mitarbeiter des Staates ja da, um anderen zu helfen», sagt sie.

dpa.

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