Im Netz Strom sparen

18. Februar 2021

Die meisten Leute verbringen täglich Zeit im Internet. Wir schicken Nachrichten, gucken Bilder an und schauen Videos. Gerade kommt auch noch der Schulunterricht über das Internet dazu. Außerdem machen viele Erwachsene Videokonferenzen mit ihren Kollegen von der Arbeit. Das alles verbraucht Strom.

Zunächst brauchen Computer, Laptops, Tablets und Smartphones Strom, damit man sie überhaupt benutzen kann. Doch es wird noch mehr Energie benötigt. «Wer im Internet surft, verschickt und empfängt ständig Daten», erklärt der Fachmann Ralph Hintemann. «Das geht auch nur mit elektrischem Strom. Außerdem müssen rund um die Uhr Millionen von großen Computern laufen, damit das Internet funktioniert.» Solche Computer stehen weltweit in sogenannten Rechenzentren. Die benötigen viel Energie. Einerseits, damit sie rechnen können. Andererseits, weil sie beim Arbeiten gekühlt werden müssen. 

Beim Klicken und Lesen und Schauen zu Hause bekommen wir das gar nicht mit. Allzu viel Strom wird auch nicht verbraucht, wenn eine einzelne Person im Internet surft. «Doch es ist eben jeder zweite Mensch auf der Welt im Netz», gibt der Fachmann zu bedenken. Bei diesen vier Milliarden Menschen kommt dann doch eine ganze Menge Strom zusammen. Und damit auch klimaschädliche Abgase, wenn der Strom nicht umweltfreundlich hergestellt wird.

Doch jeder kann beim Surfen Strom sparen. «Zunächst kann man beim Kauf der Geräte darauf achten, dass die nicht so viel Strom verbrauchen», sagt Ralph Hintemann. Beim Surfen selbst macht es dann einen Unterschied, wie man mit dem Internet verbunden ist. «Draußen per Mobilfunk braucht man etwa zehnmal so viel Energie wie zu Hause im WLAN.» Besonders viele Daten wandern durchs Netz, wenn man Filme und Serien schaut. Hier kann man die Auflösung der Videos herabsetzen, um Strom zu sparen.

Zu Datenmengen durch Videokonferenzen forschen Wissenschaftler. Am Donnerstag stellten sie eine Studie vor. Darin steht: Eine Videokonferenz ist oft viel umweltfreundlicher als ein Treffen, zu dem Leute mit der Bahn oder Autos anreisen. Noch umweltfreundlicher wird sie, wenn man nicht das Video, sondern nur den Ton nutzt.

dpa.

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