Hoffnung und Sorge in Ägypten

04. Juli 2013

Der Präsident ist weg - lautete eine Nachricht, auf die viele gewartet hatten. Die Nachricht kam aus dem Land Ägypten. Es liegt im Nordosten Afrikas. Dort hatte das Militär am Mittwochabend den Präsidenten entmachtet.

Er heißt Mohammed Mursi. Soldaten nahmen ihn fest und führten ihn ab. Darüber freuten sich viele Ägypter. Denn sie waren schon lange unzufrieden mit diesem Herrscher.

Das war vor einem Jahr noch anders. Da wurden Mohammed Mursi und seine Partei vom Volk gewählt. Seine Wähler hofften, dass er Ägypten verändern werde, sagt eine Expertin. In dem Land sehnten sich viele nach Gerechtigkeit. Viele Menschen sind arm und haben keine Arbeit. Sie wünschen sich auch eine Demokratie, in der jeder frei seine Meinung sagen darf und alle die gleichen Rechte und Pflichten haben.

Diese Hoffnungen erfüllte Mursi nicht. Seine Gegner stört etwa, dass er die Wirtschaft nicht verbessert hat. Viele Menschen sind noch ärmer geworden. Eine Menge Bürger lebt zudem in Angst. Die Menschen fühlen sich nicht sicher und frei. Außerdem kritisieren die Gegner: Mursi hat die Religion zu stark in die Politik gebracht. Sie finden: Die Religion hat in der Politik nichts zu suchen. Mursi glaubt an den Islam, wie die meisten Menschen in Ägypten ist er Muslim.





Viele Millionen Menschen waren auf die Straße gegangen, um gegen Mursi zu protestieren. Sie wollten, dass er sein Amt aufgibt. Das tat er nicht. Deswegen griff das Militär ein.


Doch Mursi hat auch viele Unterstützer. Seine Partei heißt Muslimbrüder. Mursis Leute halten seine Ideen und seine Art zu regieren für richtig. Immer wieder gab es deshalb Kämpfe zwischen beiden Gruppen. Manche fürchten nun, dass es in dem Land zu einem Bürgerkrieg kommen könnte - zwischen den Gegnern und den Anhänger der Muslimbrüder. Andere hoffen, dass alle Parteien miteinander reden und sich versöhnen.

dpa.

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