Grüße vom Mars, ich bin sicher gelandet!

19. Februar 2021

Endlich angekommen! Das war eine ziemlich lange Reise. Fast sieben Monate war ich unterwegs, mit irrem Tempo. Am Donnerstag bin ich auf dem Mars gelandet, unserem Nachbarplaneten!

Wobei man sagen muss: Nachbar ist etwas übertrieben. Der Mars ist teilweise mehrere Hundert Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Der Mond ist nicht mal eine halbe Million Kilometer weit weg.

Oh, habe ich mich eigentlich schon vorgestellt? Mein Name ist Perseverance (gesprochen: pörssewirenz). Auf Deutsch bedeutet das Ausdauer. Die brauchte ich auch, um mein Ziel zu erreichen.

Ich bin ein Rover, also eine Art ferngesteuertes Auto. Ich bin etwa so groß und schwer wie ein Kleinwagen. Ich gehöre zur Nasa, der Raumfahrtbehörde aus dem Land USA. Mit meinen sechs Rädern und den vielen Geräten kann ich über den Mars fahren und Untersuchungen machen, zum Beispiel zum Boden und zum Wetter. Ich habe sogar einen kleinen Hubschrauber und Mikrofone dabei.

So eine Landung auf dem Mars ist übrigens extrem schwierig. Viele Landungen sind schon schiefgegangen. Erst hat mich ein spezieller Fallschirm abgebremst. Das reichte aber noch nicht. Ein fliegendes Spezial-Gerät setzte mich schließlich behutsam auf der Oberfläche ab.

Hier oben ist es total staubig. Der Himmel schimmert rötlich. Daher ist der Mars auch als Roter Planet bekannt. Manche sagen sogar: Der Planet ist verrostet. Windig ist es auch noch, und dann diese Kälte.

Als ich im Sommer losgeflogen bin, war es noch so schön warm. Ich hab gehört, gerade ist es auf der Erde teilweise auch ziemlich kalt? Ich sag euch, das ist ein Witz im Vergleich zu hier. Minus 60 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Dabei haben wir hier gerade Frühling.

Direkt nach der Landung hab ich erst mal ein paar Fotos gemacht. Ich bin in einem vertrockneten See gelandet. Die Forscherinnen und Forscher auf der Erde wollen herausfinden, ob es hier mal winzige Lebewesen wie Bakterien gegeben hat. Und zwar vor mehreren Milliarden Jahren, als auch das erste Leben auf der Erde entstanden ist.

Einige Proben werde ich in ein paar Röhrchen stecken und hier verteilen. Sie sollen irgendwann abgeholt werden. Ich selbst bleibe hier und mache es mir gemütlich - wenn man das bei minus 60 Grad sagen kann.

dpa.

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